SICHTWECHSEL -

WECHSELSICHT


Vernissage am 04.02.2026 um 19:30 Uhr

Finissage am 13.03.2026 um 17:30 Uhr

Der Eintritt ist bei beiden Veranstaltungen frei!

Eine Malerin kuratiert eine Malerin und umgekehrt. Ein Fotograf kuratiert einen Fotografen und umgekehrt. Oder: "Zicke" und "Kontrollfreak" wählen gegenseitig die Werke aus, die ausgestellt werden. Genauso wie "Schuft" und "Dickschädel". Diese Zuschreibungen, "Zicke" bei der Malerin Stephanie Hartstang und "Kontrollfreak" bei Maike Osterkamp, benennen im sozialen Kontext eher negative Eigenschaften, sind natürlich hier ironisch zu verstehen.


Die "Zicke" ist damit nicht mehr nur ein Klischee, sondern eine Haltung: Widerstandsbereitschaft gegenüber Harmonie und Erwartung. Der "Kontrollfreak" wiederum zeigt sich nicht als rigide Autorin, sondern als Spezialistin des Ordnens – jemand, der Strukturen sichtbar macht, ohne sie zu dominieren.

Stephanie Hartstang: Fischkutter im Port de pêche, Le Guilvinec

    Maike Osterkamp: Ohne Titel

Es bedeutet jedenfalls einen konkreten künstlerischen Austausch zwischen den Beteiligten. Damit wird diese gegenseitige Kuratierung der 4 Künstler mehr als eine Ausstellung: Sie wird zu einer Erzählung über Perspektive – darüber, wie je zwei Menschen dieselbe Welt sehen, anders reflektieren und einander dabei bereichern. Die Werke sind dann nicht nur Bilder, sondern Kapitel in einem Dialog, der über Autorenschaft hinausweist: ein künstlerisches Gespräch, das fordert, irritiert und inspiriert nur zu einem guten Ergebnis führen kann bei gegenseitigem Respekt und Vertrauen - und einer guten Portion Selbstironie. Insbesondere in einem sehr begrenzten Markt für Kunst, in dem diese 4 Künstler ja durchaus auch Wettbewerber sind.

Thomas Hartstang: Synthesis of Life

Jörg Böttger: Haus Nr. 1

Es bedeutet jedenfalls einen konkreten künstlerischen Austausch zwischen den Beteiligten. Damit wird diese gegenseitige Kuratierung der 4 Künstler mehr als eine Ausstellung: Sie wird zu einer Erzählung über Perspektive – darüber, wie je zwei Menschen dieselbe Welt sehen, anders reflektieren und einander dabei bereichern. Die Werke sind dann nicht nur Bilder, sondern Kapitel in einem Dialog, der über Autorenschaft hinausweist: ein künstlerisches Gespräch, das fordert, irritiert und inspiriert nur zu einem guten Ergebnis führen kann bei gegenseitigem Respekt und Vertrauen - und einer guten Portion Selbstironie. Insbesondere in einem sehr begrenzten Markt für Kunst, in dem diese 4 Künstler ja durchaus auch Wettbewerber sind.


Zur Vernissage schreibt Christina Goedecke

vom Kunstverein Schleswig e. V. :

Zu Gast im Stadtmuseum


Am 4. Februar 2026 waren die Mitglieder des Kunstvereins zur Vernissage einer außergewöhnlichen Ausstellung »Sichtwechsel – Wechselsicht« in den Räumen des Fotoclubs Schleswig eingeladen. Zu sehen sind Arbeiten der beiden Malerinnen Stephanie Hartstang (Aquarell und Mixed Media) und Maike Osterkamp (Acryl) sowie der Fotografen Thomas Hartstang und Jörg Böttger. Schon zur Eröffnung wurde deutlich: Diese Schau geht über eine klassische Präsentation von Kunstwerken hinaus und eröffnet neue Sichtweisen.

Das besondere Konzept der Ausstellung liegt in der gegenseitigen Kuratierung: Die Künstlerinnen und Künstler wählten jeweils die Werke der anderen aus. So entstand ein spannender Dialog zwischen Malerei und Fotografie – ein Blick von außen auf das eigene Schaffen, ergänzt durch feinsinnige, teils humorvolle charakterliche Zuschreibungen. Genau dieser Perspektivwechsel erklärt den Titel der Ausstellung und macht ihren Reiz aus. »Sichtwechsel – Wechselsicht« ist eine sehr persönliche, überraschende und absolut sehenswerte Ausstellung. Neugierig geworden? Auf der Website des Fotoclubs finden sich in Kürze weitere Termine, an denen die Künstlerinnen und Künstler persönlich anwesend sein werden.


Die Wochenschau schreibt (31.01.26):

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